„Livet og skriften“

12. Oktober um 19.00 Uhr
Johan de Mylius vom H.C. Andersens Center aus Odense:
Er berichtet über sein neues Buch über H.C. Andersen „Livet og skriften“.
Ein Buch über H.C. Andersen.

Es ist eine Art Biografie, aber nicht eine gewöhnliche. Anlässlich seiner neu erschienenen Literar-Biographie, „Livet og skriften. Ein Buch über H.C. Andersen“ (Verlag Gad, Kph.), spricht Professor (a.D.) Dr. phil. Johan de Mylius  (Odense) über neue und notwendige Zugänge zu einem wohl sonst bekannt erscheinenden Thema. Nur ganz wenige Andersen-Biographien beschäftigen sich mit dem Werk Andersens und gegebenenfalls nur mit den Märchen. Die dänische Andersen-Rezeption ist beim Publikum überwiegend mit der Person Andersen beschäftigt und verbreitet gerne das Bild eines etwas lächerlichen Menschen, der von seinem Ruhm völlig besessen war. Dem gegenüber lässt Johan de Mylius Andersen als einen Dichter gelten, der von jung an sich seiner Mission stets bewusst war und sie in einer Reihe von anspruchsvollen und ästhetisch innovativen Werke zur Geltung kommen ließ. Keineswegs nur ein Kinderautor. Als Mensch und als Dichter ein Zeuge und Beobachter seines Jahrhunderts blickte Andersen über die vorhandenen Grenzen seiner Zeit hinaus, in seiner messianischen Erwartung einer neuen Poesie, in der Hoffnung auf eine Wandlung der Gesellschaft und in seiner Begeisterung für Technik und Naturwissenschaft. In dem Sinne konnte er 1868 schreiben: „Unsere Zeit ist die große, wundersame Zeit des Märchens”. Prof. Johan de Mylius